Es war wie ein Teufelskreis. Einerseits wollte ich vielen Menschen helfen, andererseits hatte ich das Gefühl nichts so richtig in “Gang” zu kommen. Kein Wunder, dass der innerliche Frust und die Langeweile immer größer wurden. Alles lief irgendwie, aber nichts so richtig.

Immer im Gefühl, indem was ich tue, bin ich falsch und doch auch irgendwie richtig. Es war wie ein Spießrutenlauf. Immer perfekt sein, bloß die Haltung bewahren. Mittlerweile ist es mir egal, was andere Menschen davon halten, denn testen ist besser, als gar nichts zu tun. Und im Testen, hinfallen liegt meistens auch schon die Lösung.

In diesem Prozess befinde ich mich nun seit zwei Jahren. Und ganz ehrlich? Es kotzt mich an, die Luft ist raus gewesen und ich hab kein Bock mehr drauf. So zu tun, als ob alles perfekt ist. Das Leben ist nicht perfekt und jeder geht durch Krisen. Die Frage ist, gehst du offen mit dieser Krise um und lässt dich dadurch einschränken oder machst du sie zu einem liebevollen Begleiter?

Mach Krisen zu deinem Wegbegleiter und wachse mit ihnen

Krisen begleiten mich immer wieder, ganz am Anfang war es ein schmerzhaftes Erlebnis und ich war tief am Boden zerstört, doch mittlerweile sind diese Krisen zu einem liebevollen Begleiter geworden. Ich verurteile sie nicht mehr, ganz im Gegenteil. Ich freue mich schon fast, wenn eine neue Krise ansteht, denn dann weiß ich, dass es wieder mal um Veränderung und Wandlung geht. Und ich noch lebe, atme, lebendig bin.

Krisen haben mir in den letzten zwei Jahren sehr stark geholfen an meinen Herausforderungen zu wachsen und mich persönlich weiterzuentwickeln. Jede Krise hat mich auf eine neue Ebene gebracht, die wirklich unbeschreiblich ist.

Gleichzeitig hatte ich das Gefühl ständig dem Erfolg nachrennen zu müssen und war innerlich ziemlich gestresst. Bis ich kapiert habe, dass der Erfolg schon längst dazugehört. Er ist einfach Teil meiner Arbeit. Er definiert sich aber nicht in Geld, sondern darin andere Menschen auf ihren Weg zurückzubringen, sie zu unterstützen ihren Traum eines Herzensprojektes oder den Start ihres Herzensbusiness zu realisieren. Den Reichtum, den ich im Außen gesucht habe, ist schon längst in mir: Meine Gaben Menschen so wahrzunehmen, wie sie wirklich sind und meine kreativen bunten Einfälle. Mein Schatz ist meine Inspiration. Und diese Gabe möchte ich viel mehr mit anderen Menschen teilen. Sie ermutigen endlich das in die Welt zu bringen, wofür sie hier sind. Ich habe ein halbes Leben danach gesucht, um es letztlich zu erkennen und nun auch in die Welt zu integrieren.

Was ist deine Gabe und welcher Schatz liegt darin verborgen?

Ich würde lügen, wenn ich schreiben würde, dass es einfach ist, seine wahren Gaben zu erkennen, in die Welt zu bringen und mit anderen Menschen zu teilen. Es ist trotzdem etwas Anderes, sie nur zu kennen oder auch bewusst darüber zu werden, dass man sie ein Leben lang bereits nutzt, ohne es zu sehen.

Doch wenn du deine Gaben erkennst, weißt du plötzlich, dass du viel weniger tun musst, um sie in die Welt zu bringen, denn die Wahrheit ist, dass du es vermutlich schon die ganze Zeit tust, nur anders, als du denkst und tun solltest.

Heute kann ich das so einfach schreiben, denn ich war und bin immer auf der Suche. Doch bei mir anzukommen und zu erkennen, was meine Berufung ist und wie ich sie nun auch einbringen kann, dass ist etwas ganz Anderes.

Mir waren meine Inspirationsgabe, Kreativität und spirituelles Bewusstsein schon immer in die Wiege gelegt.

Sie nun auch richtig einsetzen zu können ohne mich beschränken zu müssen, das ist ein gutes Gefühl, um wieder aufzustehen und in einen neuen Tag zu starten. Denn auch das Starten ist etwas, was mir Freude macht. Warum es also nicht jeden Tag bewusst tun?

Jacqueline