Ich bin mittlerweile schon durch viele Prozesse gegangen und konnte mich weiterentwickeln, aber jede Krise ist auch etwas anders. In der einen war ich richtig wütend und wusste nicht wohin mit meiner ganzen Energie. In der anderen wollte ich nur für mich sein und vor mich hin heulen.

Doch mit der Zeit durfte ich eine innere Wachsamkeit und Achtsamkeit für mich und meinen Körper entwickeln. Das bedeutet auf keinen Fall, dass ich heute perfekt darin bin. Nein. Aber anstatt diese Krise einfach nur weg haben zu wollen, wie Kopfschmerzen, lerne ich immer mehr diese anzunehmen und sie einfach da sein zu lassen. “Weg machen” bringt einfach in vielen Fällen nichts, denn auf anderem Wege kommt alles wieder.

Warum nicht gleich sagen, okay, dass du da bist, welches Geschenk bringst du mir mit?

Ich weiß, dass ich hier leicht schreiben kann. Aber glaub mir, die Krisen sind nie schlecht, sie haben mich immer ein Stück innerlich wachsen lassen und sobald ich durch den Schmerz durch war, gab es nichts mehr zu leiden. Alles war bunter und schöner, friedvoller. Wut, Trauer oder Angst? Waren die jemals da? Frag dich also beim nächsten Mal auch, worin darf ich dieses Mal wachsen?

Es war und ist jedes Mal so, als ob jemand einen neuen Schalter betätigt und sagt, hallo du. Jetzt kannst du wieder ein wenig mehr in dir, der Erde und der Liebe verankert sein und dich selbst so akzeptieren, wie du bist.

Dem Leben Vertrauen lernen

Ich weiß, dass das in den Zeiten, wo die Krise da ist, echt schwer sein kann und liebevoll? Das Leben? Wohl kaum. Aber es ist so. Gerade am Anfang habe ich mich sehr gegen diese Krisen gewehrt. Sie hatten keinen Raum, sie sollten einfach nur verschwinden. Ich wusste nicht, was los ist, geschweige denn, was ich tun kann, damit es besser wird.

Die Frage ist, muss es in den Momenten besser werden? Darf es nicht einfach da sein? Angenommen, wertgeschätzt, akzeptiert?

Je weniger ich anfange dagegen zu kämpfen, desto mehr kann ich mich in solchen Momenten fallen lassen.

Ja, ich kann sogar gar nicht mehr anders. Ich lasse es einfach geschehen. Natürlich ist das nicht immer einfach. Nur eine andere Wahl habe ich nicht mehr. Alles hat für mich seinen Sinn. Welchen Sinn, dass erfahren wir meistens erst viel später, wenn der Prozess wieder vorbei ist.

Eines habe ich in dieser Zeit aber gelernt: Es bringt nichts nur im TUN-Modus zu bleiben. Ruhe, Auszeit und Pausen sind dann wesentlich wichtiger. Der Rest regelt sich meistens von ganz alleine.

Jacqueline

 

Wie gehst du mit solchen Momenten oder Phasen um?

Schreib es mir in den Kommentaren.