Im vorletzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, wie liebevoll Krisen mittlerweile sind, aber die Wahrheit ist, dass auch das nicht immer zu trifft.

Erst am Wochenende kam wieder ein tieferer Prozess in mir zum Laufen. Wenn wir glauben, wir hätten den Schmerz überwunden, belügen wir uns, denn er ist immer dabei. Wir können nur eine andere Perspektive einnehmen und erkennen, dass nicht wir dieser Schmerz sind.

Krisen lehren mich auch immer wieder aufs Neue, dass ich sie zwar kenne und anders mit ihnen umgehen kann, als noch am Anfang, aber über das Wissen allein zu verfügen reicht einfach nicht. Es ist nie genug, denn wenn ich glaube, dir über das Leben etwas Schreiben zu können, weiß ich nur eins: Ich erzähle hier aus einer einzigen Perspektive und das Leben hat so viele Facetten zu bieten.

  • Ich weiß nicht, was deine Krisen und Umbruchphasen ausgelöst hat.
  • Ich habe keine Ahnung, wer du bist und was du tust.
  • Ich bin auch nur ein Mensch, wie du, der lebt und Fehler macht.
  • Ich akzeptiere diese Ruhephasen und komme zu mir zurück und erkenne mich selbst.

Die Krise am Wochenende hat mich wieder demütiger werden lassen und mir gezeigt, dass ich zwar vieles weiß, aber es immer noch eine Ebene höher im Lebensrad gehen wird und darauf bin selbst ich als Mensch nicht gewappnet.

Etwas was mir beim Schreiben schon immer wichtig war, ist die Ehrlichkeit und Offenheit, wie die Dinge wirklich sind. Das eine perfekte Leben gibt es nicht, es ist nur eine Illusion. Ich hatte lange Zeit selbst eine klare Vorstellung davon und habe darüber etwas Entscheidendes vergessen: Zu leben.

In diesen Momenten, wo mich meine Seele wieder einlädt bewusster zu werden, kann ich wieder einen Teil der Maske ablegen, die Erwartungen, die Vorstellungen und nackter werden. Nackter meine ich in diesem Fall damit, dass ich dazu stehen kann, was in diesen Momenten passiert und offen darüber schreiben kann mit dir. Aber auch, dass ich mich im Laufe meiner fast 26 Jahre versteckt habe und manchmal gar nicht ich war.

Es tut mir Leid, aber ich wollte dich wirklich nicht belügen. Ganz im Gegenteil. Es war ein Schutz für mich und dich, weil ich geglaubt habe, dass ich dir nicht meine wahre Identität zeigen kann. Das würde dich verletzten oder überfordern.

Etwas, was mir erst beim Schreiben bewusst wird, dass ich hier viel weniger eigentlich für dich schreibe, sondern für mich. Denn ich hatte keine Ahnung, dass ich über das ganze Social Media Gerede und was MAN alles tun muss, vergessen habe, mein Leben zu leben.

Social Media ist in der Hinsicht zwar klasse, dass ich in kürzester Zeit neue Kontakte knüpfen kann, aber ehrlich gesagt nervt es mich auch immer mehr vorm Laptop zu sitzen und Dinge zu tun, auf die ich wenig Lust habe.

Es ist eine Zeitverschwendung und das Leben findet draußen statt. Ich will mich nicht mehr manipulieren lassen. Und Dinge tun, die nur anderen etwas bringen. Ich möchte viel mehr Dinge tun, die mir UND anderen etwas nutzen.

Alles beginnt mit einer ersten Idee und weißt du was, letztes Wochenende kam sehr viel Inspiration rein.

Schon länger spiele ich mit einem Gedanken und habe mich nur nie getraut ihn umzusetzen. Heute bin ich mutiger, denn es wird Zeit, dass diese Idee Realität wird und ich glaube daran, dass diese Idee vielen Menschen – insbesondere Frauen helfen wird, liebevoller mit sich umzugehen und neue Blickwinkel zu erkennen.

Denn in diesem Beitrag habe ich dir schon davon erzählt, dass mir Kunst immer wieder hilft, raus aus dem Alten zu kommen. Okay, Universum, du hast es nicht anders gewollt.

Es muss nicht immer die große Idee sein, es fängt mit einem kleinen Puzzleteil an.

 

Wie gehst du mit Krisen um und was machst du aus ihnen?

Schreib mir deine Gedanken in den Kommentaren.

Jacqueline