Das Leben ist unvollkommen und trotzdem vollkommen. Die gesamte Welt ist bereits in dir angelegt und du siehst die Welt aus deinem Blick, aus deinen Erfahrungen …

Wenn wir wieder beginnen aus dieser Vollkommenen Sicht die Welt zu sehen, ist für mich da immer noch Krieg, Hass, Wut, Schuld, aber ich kann liebevoller und ganzheitlicher darauf schauen, weil ich schon immer wusste oder wieder lernen durfte, dass alles in Ordnung ist. Die Welt braucht sowohl die positive, als auch die negative Seite. Wir haben es nur in gut und schlecht aufgeteilt und allein dann entsteht schon Teilung in uns selbst und der größte Schmerz des Lebens beginnt.

Zurück in der Vollkommenheit, gibt es diese Teilung und Grenzen nicht mehr und ein innerer Prozess wird frei, den du als Schöpferkraft, Universum, Idee, Inspiration oder Gedanken bezeichnen kannst. In diesem Prozess ist alles möglich. Nichts ist falsch oder richtig und dieser Weg macht es viel einfacher etwas zu kreieren.

Als kleines Kind hatte ich schnell gelernt, dass es gut ist einen Baum nach einem bestimmten Muster, Schema zu zeichnen, aber ist das wirklich wahr?

Die reale Welt ist so, wie sie ist, aber in der Fantasiewelt?

Da ist alles möglich und es ist einfach nur.

Als meine Seele begann mich wieder einzuladen, mich dem Prozess hinzugeben und gar nicht jedes Mal vorab zu wissen, was ich da male, wurde es viel leichter und es kam einfach ohne dass ich etwas erzwingen oder erschaffen wollte nach einem vorgebenden Plan. Das heißt nicht, dass der andere Welt nicht auch funktioniert.

Nur um einfach nur zu Malen aus Freude und wieder Zugang zur Vollkommenheit zu gewinnen, ist es viel einfacher, liebervoller dem Prozess zu vertrauen ohne Bedingungen und konkreter Planung. Kunst entsteht im Gehen und kann sich im Prozess immer wieder Wandeln.

Nach einem ganz konkreten Plan dagegen vorzugehen bringt aus meiner Sicht und Erfahrung häufig ganz viel Druck, Frust und Stress mit sich, denn dann „müssen“ wir unbedingt.

Der Prozess geht aber einfach nur ohne Regeln, erfolgt einfach dem Lebensfluss.

Lass es einfach fließen, denk nicht lange über ein Bild nach, fang einfach an und der Rest entsteht auf dem Weg.