Es sind nicht die großen Momente, die einem bewusst machen, wie viel Leben man schon vergoldet hat, sondern die kleinen, die einem zeigen, wie wenig man gelebt hat.

Schon als kleines Kind war ich ziemlich ängstlich. Ich hatte viele Ängste vor: Bergen, großen Tiefen, dem Leben an sich, Kriegen, Tod, Panikattacken, Atemnot. Ich war ein ziemlich überfordertes Kind, um genau zu sein.

Alles, was die Welt zu bieten hatte, machte mir Angst. Ich fühlte mich nur zuhause sicher, geborgen.

Von der Angst in das pure Leben

Doch trotzdem war da auch etwas Anderes in mir, eine Neugierde, die mich immer mal wieder nach draußen zog. Diese lies mich häufig die Angst überwinden, vor allem, wenn ich in näheren Umfeld, wo ich mich hinbegab Menschen hatte, die ich kannte und die ich mochte.

Diese Neugierde war riesig, irgendwann stellte ich sie zeitweise ab, weil ich niemanden mehr mit meinen Fragen nerven wollte, dabei waren meine Fragen häufig goldrichtig und dadurch lernte ich sehr vieles, was in der Welt gut war, aber auch nicht so optimal war kennen. Ich sah Möglichkeiten, die Welt zu verbessern und neu auszurichten, aber mal ehrlich, was hatte ein so kleines Mädchen schon zur Welt beizutragen?

Lieber klein halten und ja nicht zu sehr auffallen, dass wurde mir schon früh gelehrt, ABER ist das wirklich eine Lösung für mich, die einfach viel zu viele Ideen hat?

Wohl eher nicht. Wenn du meine Zeilen liest, wirst du dich vielleicht wiedererkennen.

Dieses Kleinhalten war und ist auch noch etwas, was wie ein zweiter Schutz war, um ja nicht gesehen zu werden, dabei tue ich weder mir noch anderen damit etwas Gutes, denn die Wahrheit ist einfach, ich will gesehen und angehört werden.

Die Welt braucht Frauen, wie mich und dich, die ihre Träume verwirklichen und etwas zum Positiven verändern. Ich glaube daran, dass es andere liebevollere Wege gibt und alles möglich ist. Wir müssen nur selbst an uns glauben.

Die Angst hat mich sehr lange gelähmt und zurückgehalten, was sollen nur die anderen denken?

Ganz ehrlich? Die anderen, sind vielleicht genau DIE, die auf meine Arbeit oder deine warten.

Wir halten damit ein entscheidendes Puzzleteil zum großen Ganzen zurück. Was für eine Verschwendung.

Aus deinen Ängsten Kraft schöpfen und erkennen, was du willst

Mich hat es viele Jahre unglücklich gemacht, bis ich an diesen jetzigen Punkt gekommen bin.

Meine Frage an dich ist:

Willst du wirklich fast 26 Jahre warten, bis du dich lebst und erkennst, WARUM du hier bist und was für ein wunderbarer Mensch du bist, obwohl du diese Ängste in dir trägst?

Lass dich nicht abhalten und geh mutig deinen Weg.

Alles Liebe, Jacqueline